100 Jahre Karl Fred Dahmen

K.F. Dahmen: „An die geschundene Kreatur“ (Foto: MKM Duisburg)

Ein weiterer bedeutender Künstler aus der Aachener Region wird in diesem Jahre mit umfangreichen Ausstellungen geehrt - der 1917 in Stolberg geborene K.F. Dahmen.

In den 1950er Jahren gehörte er zu den Pionieren der Abstraktion; es bildete sich in Aachen ein Künstlerkreis um KO Götz, Ludwig Schaffrath, Hanns Pastor, Hubert Werden u.a. Dahmen war 1952 Mitbegründer der „Neuen Aachener Gruppe“ und organisierte aufgrund seiner engen Paris-Kontakte die erste „deutsch-französische Ausstellung“ (Aachen 1953).

Nach seiner informellen Früh-Phase wandte Dahmen sich in den 1960er Jahren – parallel zu seiner Professur an der Bayrischen Kunstakademie – Collagen und Materialassemblagen zu (gest. 1981 in Preinersdorf/Chiemgau).

Zu seinem 100. Geburtstag organisierten das Museum Küppersmühle Duisburg (bis 5.11.) und das L. Hoesch-Museum Düren (bis 26.11.) zwei umfangreiche Retrospektiven, die sich auf die Malerei und die Objekte bzw. auf das reiche graphische Oeuvre konzentrieren. In Duisburg ist auch die große umweltkritische Installation „An die geschundene Kreatur“ (1972/74) aus dem Besitz des Vereins zu sehen. Schon 2008 organisierte der Verein „Mies van der Rohe-Haus Aachen“ im Ludwig Forum die Ausstellung „Götz trifft Dahmen“ (Katalog).